Hauptsache gewonnen

Mit der wohl zweitschlechtesten Saisonleistung konnten die HSG-Damen trotzdem einen 14:19-Sieg einfahren. Die schlechteste Leistung hatten sie bereits im Hinspiel gegen den TV Jahn Göppingen gezeigt. Damals hatte es nur zu einer 9:24- Niederlage gereicht, dieses Mal stimmte wenigstens das Ergebnis.

So langsam füllt sich die Bank der HSG wieder etwas. Zwar fiel Rupp krankheitsbedingt aus, dafür gaben jedoch Schaller und Rentschler jeweils ihr Comeback nach längerer Verletzungspause. Und auch Hug war erneut mit von der Partie.

Die HSG wollte nach dem Hinspiel-Debakel natürlich Wiedergutmachung betreiben - dies gelang vom Ergebnis her, spielerisch konnte sie jedoch zu keiner Zeit überzeugen. Zum einen kamen die Gäste mit der Abwehrvariante des TV Jahn nicht zurecht, zum anderen trat wieder das altbekannte Problem auf, dass die HSG sich dem Niveau des Gegners anpasste. Dieser zeigte sich im Angriff relativ ungefährlich, was aber auch daran lag, dass die HSG-Defensive ganz gut stand und mit Marielle Serwe im Tor einen sicheren Rückhalt hatte. Nur vierzehn Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. Dass dem aber nur neunzehn geworfene gegenüber standen, zeigt zugleich das Problem des Tages auf. Im Angriff wurde viel zu statisch agiert, so dass die HSG sich schwer tat, überhaupt in Richtung des gegnerischen Tores zu gelangen. Zur Halbzeit stand daher ein mageres 6:8 auf der Anzeigetafel.

Für die zweite Hälfte hatte sich die HSG dann einiges vorgenommen, allerdings gehörten die ersten Minuten eindeutig den Gastgeberinnen. Es wurden viel zu viele Fehler gemacht, die es dem TV ermöglichten, beim 9:9 erstmals auszugleichen. Bis zur 40. Minute blieb es dabei - die HSG legte vor und der TV zog gleich. Dann gelangen der HSG auch endlich einmal Treffer aus dem Rückraum, die etwas Luft verschafften. Acht Minuten vor dem Ende lagen die Gäste 12:16 in Front und obwohl sie noch einmal hektisch wurden, konnten sie diesen Vorsprung über die Runden bringen. 14:19 lautete der Endstand.

Somit schiebt sich die HSG auf den zweiten Tabellenplatz vor und kämpft nun trotz völlig verkorkstem Start mal wieder um den Relegationsplatz. Damit hatte vor ein paar Wochen wohl keiner mehr gerechnet. Nächste Woche gastiert dann die SG Herbrechtingen/Bolheim in der Herwartsteinhalle, die -ebenso überraschend- nun der härteste Konkurrent um den zweiten Platz ist. Nach wie vor haben noch sechs Mannschaften die Möglichkeit, diesen zu erreichen.

Es spielten: Marielle Serwe; Mareike Serwe-Bürger (5), Ann-Kathrin Stitz, Mona Seimetz, Sina Schaller (2), Sabrina Jankowitsch (2), Larissa Weiß (2), Katja Hug (1), Takuhi Sardarjan (1), Vanessa Gehringer, Maren Rentschler (1), Karen Huep (5)

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