Niederlage im Spitzenspiel

Am vergangenen Samstag trat die HSG Oberkochen/Königsbronn den Weg zur HSG Winzingen/Wißgoldingen an. Die HSG OK befand sich auf dem zweiten Tabellenplatz, die HSG Wi/Wi auf dem dritten. Es war also ein entscheidendes Duell im Kampf um die Relegationsteilnahme.

Die HSG OK erwischte zunächst einen Traumstart und konnte über schön zu Ende geführte Spielzüge mit 0:4 in Führung gehen. Danach setzte ein bisschen das Wurfpech ein, sonst hätte die Führung noch deutlicher ausfallen, und damit das Spiel einen anderen Verlauf nehmen können. So aber fanden auch die Gastgeberinnen ins Spiel, stießen mit enormem Druck auf die Lücken und brachten immer wieder die Abwehr in Bedrängnis. Beim 5:5 war die Begegnung wieder völlig offen und das sollte sie auch bis knapp zehn Minuten vor Schluss bleiben. Mit einem 12:12 ging es in die Kabine. Für die zweite Hälfte hatte sich die HSG OK dann einiges vorgenommen, verschlief aber die ersten Minuten nach Wiederanpfiff völlig. Zahlreiche Fehlpässe im Angriff und eine viel zu harmlose Abwehr führten dazu, dass Winzingen schnell mit zwei Treffern in Front lag, denen die Gäste hinterher rennen mussten. Knapp zehn Minuten vor dem Ende, beim 24:22, hatte diese Differenz immer noch Bestand. Die HSG OK wollte jetzt alles in eine Waagschale werfen, um das Duell doch noch für sich zu entscheiden. Das führte dazu, dass sie zehn Minuten lang blind auf das gegnerische Tor anrannte, dabei immer wieder nur den Pfosten traf bzw. den Ball gleich dem Gegner in die Hand spielte. Dieser konterte ein ums andere Mal und hatte am Ende noch sieben Mal getroffen, die Gästemannschaft hingegen gar nicht mehr. Durch knapp dreizehn torlose Minuten hatte die HSG OK damit nicht nur das Spiel verloren, sondern völlig unerwartet auch noch den direkten Vergleich mit einem Treffer. Der Sieg für die HSG Wi/Wi geht am Ende natürlich völlig in Ordnung, lediglich das Ergebnis spiegelt in keinster Weise den Spielverlauf wieder.

Durch den verlorenen direkten Vergleich hat die HSG OK jetzt wohl nur noch theoretische Chancen auf den Relegationsplatz und kann zum ersten Mal seit Jahren die Saison völlig entspannt zu Ende spielen. Jetzt gilt es, in den letzten beiden Spielen noch einmal ansprechende Leistungen zu bringen. Weiter geht es in zwei Wochen gegen die FSG Donzdorf/Geislingen.

Es spielten: Marielle Serwe; Mareike Serwe-Bürger (4), Marina Rupp (7/1), Sina Schaller (1), Ann-Kathrin Stitz, Katja Hug (3), Sabrina Jankowitsch (2/1), Vanessa Geringer, Mona Seimetz, Maren Rentschler, Karen Huep (6)

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