Bittere Derby-Pleite - HSG verliert 28:25 gegen den Heidenheimer SB

Von Verletzungssorgen geplagt erreicht die HSG zu keinem Zeitpunkt im Spiel Normalform und geht gegen aufopferungsvoll kämpfende Heidenheimer zu Recht als Verlierer vom Platz.

Dabei ging es gut los für die Gelb-Schwarzen. Der HSB tat sich in den ersten Angriffen schwer und die daraus resultierenden Ballgewinne nutzen O. Huep, Richardon und Rube zur 0:3 Führung für die Gäste. Doch in der Folgezeit bekam die HSG den jungen Linkshänder Mpouras nicht in den Griff. Mit einfachen Treffern gegen die nicht konsequent agierende HSG-Deckung gelang den Heidenheimern nach 7 Minuten beim 4:4 der Ausgleich.

Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Erst nach 20 Minuten konnten sich die Heidenheimer erstmals mit 2 Toren auf 11:9 absetzten. Das Trainerduo Augsten-Schramek reagierte mit einer Auszeit. Geändert hat sich dadurch am ideenlosen Spiel der HSG nichts. Rube, Simon und Schmied sorgten mit ihren Treffern immerhin dafür, dass der Rückstand zur Halbzeit beim Stand von 15:13 nur zwei Tore betrug.

Auch in Halbzeit zwei änderte sich wenig am Spiel der Gelb-Schwarzen. Im Angriff fehlten die Ideen und in der Abwehr waren die verschiedensten Deckungsvarianten nicht erfolgreich genug um die Heidenheimer an einfachen Treffern zu hindern. So baute der HSB die Führung Tor um Tor auf 21:16 nach gut 40 Minuten aus. Dies veranlasste das Trainerduo zur nächsten Auszeit. Doch auch diese Auszeit zeigte nicht die gewünschte Wirkung, denn die Heidenheimer erhöhten auf 24:17 zehn Minuten vor Schluss.  Erst als die HSG mit einer Manndeckung gegen den gut aufgelegten Mpouras verteidigte, kamen die Hausherren in Bedrängnis. Im Angriff war immer wieder Lumpp erfolgreich und brachte seine Farben sechs Minuten vor Ende wieder auf 25:21 heran. Danach hagelte es für beide Teams Zeitstrafen und zwischenzeitlich standen sich nur noch jeweils vier Mann Gegenüber. Benjamin Hug wusste den Platz auf dem Spielfeld für sich zu nutzen und verkürzte durch drei Tore in Folge knapp drei Minuten vor Abpfiff auf 26:24. Als bei der HSG wieder Hoffnung aufkeimte verwandelte Biebl einen Strafwurf zum 27:24. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Die gelb-Schwarzen suchten einen schnellen Abschluss, der aber sein Ziel verfehlte. Im Gegenzug machte Tim Baur für den HSB den Deckel drauf. Rubes 7-Meter-Treffer zum 28:25 Entstand war nur noch Ergebniskosmetik.

Am Ende steht für die HSG eine bittere Auswärtsniederlage zu Buche. Nach einem guten Beginn haben Schmied & Co. stark nachgelassen. Über die ganze Partie fehlten im Angriff die Impulse und in der Abwehr fehlte die nötige Konsequenz. Nächstes Wochenende ist der Tabellennachbar TV Jahn Göppingen zu Gast in der Herwartsteinhalle. Dort bedarf es einer Leistungssteigerung, wenn die HSG etwas Zählbares mitnehmen möchte.

Heidenheimer SB 28:25 HSG

HSG: Diekmann, Ehresmann, Lumpp (6), Richardon (3), O. Huep (3), Rube (5/3), Ludwig, Hug (6), Simon (1), L. Huep, Schmied, Schmied (1)

7-Meter:                          
HSG: 3/3
HSB: 3/3

2-Minuten-Strafen:

HSG: 2 (Lumpp, Schmied)
HSB: 5

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Tschente (TSV Dettingen) / Soika (HG Aalen/Wasseralfingen)

Patrick Richardon

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