Einbruch nach der Pause

Nach einer guten ersten Halbzeit bricht die HSG Oberkochen/Königsbronn in der zweiten Halbzeit komplett ein und verliert das Derby gegen die TSG Schnaitheim folgerichtig mit 20:24.

Kai Lumpp eröffnete das Spiel mit einem Rückraumtreffer zum 1:0. Auch die nächsten beiden HSG-Tore gingen auf Lumpps Konto, den die Gästeabwehr im ersten Durchgang nicht in den Griff bekam.

Auf der Gegenseite waren es anfangs Sturm und Chaudari, die die Gäste mit einfachen Treffern im Spiel halten konnten, nach einer Viertelstunde war das Spiel beim 5:5 weiterhin ausgeglichen. Nach einem Rückraumkracher von Eckardt, der nach über einem halben Jahr erstmals wieder sporadisch eingesetzt werden konnte, stabilisierte sich die HSG-Abwehr. In der Folgezeit zwang die nun gut arbeitende HSG-Deckung die Gäste immer wieder zum Zeitspiel und damit zu ungenauen Abschlüssen.

Trotz dass es im Angriff der Spielgemeinschaft auch nicht optimal lief, vor allem im Konterspiel zeigten die Gastgeber Schwächen, gelang es den Schwarz-Gelben, sich Tor um Tor abzusetzen. Kai Lumpp, der sieben seiner acht Treffer in der ersten Halbzeit erzielte, stellte mit einem weiteren verdeckten Wurf aus dem Rückraum, den 12:8-Pausenstand für die HSG her.

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit zeigte sich ein unverändertes Bild. Die Gastgeber standen ordentlich in der Abwehr, konnten aber aufgrund mangelnder Durchschlagskraft im Angriff den Vorsprung nicht weiter ausbauen. Nach knapp 40 Minuten hatte der Vier-Tore-Vorsprung der HSG beim 14:10 immer noch Bestand. Nach einem Doppelschlag der TSG wurde Eckardt im nächsten Angriff hart im Gesicht getroffen, die rote Karte für den Gästespieler war die konsequente Entscheidung der Unparteiischen.
Die Disqualifikation schien aber eher den Gästen weiter Auftrieb zu geben. Die TSG konnte den Rückstand weiter verkürzen, in der 49. fiel dann erstmals der Ausgleich zum 16:16. Die HSG war nun in der Offensive endgültig von der Rolle und fand kein Mittel gegen die etwas offensiver ausgerichtete Gäste-Deckung. Teilweise agierten die Gastgeber hilflos oder man verzettelte sich mit komplizierten Angriffsaktionen. Infolgedessen gingen die Gäste ihrerseits mit einfachen schnellen Treffern in Führung, bis sechs Minuten vor Ende hatte sie sich beim 17:20 einen Drei-Tore-Vorsprung herausgearbeitet.

Auch die zweite Auszeit der HSG in Halbzeit zwei blieb ohne Auswirkung auf das Offensivspiel der Gastgeber. In der nun entsprechend offensiveren HSG-Abwehr taten sich auch immer wieder Lücken auf, die die TSG zu nutzen wusste. Somit änderte sich am Spielstand nicht mehr viel, den Schlusspunkt setzte Chaudari mit seinem sechsten Strafwurf zum 20:24.

Vor allem im Angriff war es im zweiten Durchgang keine bezirksligareife Leistung. Wenn sich die HSG nicht deutlich steigert, wird es in den zwei verbleibenden Partien gegen die Spitzenteams aus Bartenbach und Hofen für die Spielgemeinschaft nichts zu holen geben.

 

Namen und Zahlen:

Ehresmann, Diekmann; Lumpp (8), Richardon (2), Eckardt (2), Rube, Balle (1), Ludwig (2), Siegels (2), Hug (2), Schmied (1)

Siebenmeter:
HSG 1/0
TSG 7/6

Zeitstrafen:
HSG 5 (Lumpp 2, Richardon, Eckardt, Schmied)
TSG 2

Disqualifikationen:
TSG 1

Schiedsrichter:
Hartmann/Strobel (SG Schorndorf/TSV Alfdorf)

Zuschauer:
300

 

Tobias Schramek

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