Trendwende verpasst – auch im fünften Spiel noch kein Sieg!

Der Mannschaft um Kapitän Schmied war die Erschöpfung der beiden Partien vom Sonntag und Dienstag anzumerken. Letztlich geht auch das dritte Spiel in vier Tagen gegen die sicherlich schlagbare TS Göppingen mit 30:27 verloren.

Wie so häufig erwischte die HSG den schlechteren Start. In der Abwehr fehlte von Beginn an die nötige Aggressivität und Schnelligkeit auf den Beinen. Nach gut acht Minuten waren die Hausherren der TS Göppingen mit 5:2 in Front. Danach war es immer wieder Youngster Tim Siegels der mit schönen Treffern für die Gelb-Schwarzen den Anschluss hielt. Hoga markierte dann nach 18 Minuten den 8:7 Anschlusstreffer. Doch weil sich Schmied & Co. teilweise sehr schwer gegen die gut gestaffelte Defensive der TS taten, wollte der Ausgleichstreffer einfach nicht gelingen. Beim Stand von 10:8 für die Göppinger nach 20 Minuten, sah sich Coach Bjelic gezwungen die Mannschaft nochmals neu einzustimmen. Die einstudierten Spielzüge führten im Angriff jedoch weiterhin nur selten zum Erfolg. Zudem verletzte sich kurz vor der Pause, der bis dahin sehr gut aufspielende, Siegels am Sprunggelenk. Dem Unvermögen der Göppinger ist es zu verdanken, dass es nur mit einem 14:12 Rückstand in die Halbzeit ging.

Nach der Pause setzte sich die handballerische Magerkost mit vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen fort. Mit mehr Kampf als System versuchte die HSG endlich den Ausgleich zu schaffen. Der TS gelang es gegen die anhaltend schwache Defensive jedoch immer wieder in Person von Sascha Hartl die Gelb-Schwarzen auf ein bis zwei Toren Distanz zu halten. Ab der 40. Minute machte sich dann die Erschöpfung bei den Spielern bemerkbar. Die Gastgeber schafften es deshalb mit einfachsten spielerischen Mitteln erstmals auf vier Tore davonzuziehen (21:17). Coach Bjelic legte nach 44 Minuten die zweite „Grüne Karte“, doch am Spiel änderte sich vorerst nichts. Erst als sich zehn Minuten vor Abpfiff der noch frisch wirkende Jakob Hug ein Herz nahm und sich mehrmals sehenswert durchsetzte gelang der neuerliche 24:23 Anschlusstreffer.

Doch um das Spiel zu drehen fehlten den Spielern die Kräfte. Kurz nach dem Anschlusstreffer kassierte Schoen unglücklich seine dritte Zeitstrafe und sah deshalb die Rote Karte. Das Momentum war nun ganz klar wieder auf Seiten der Hausherren. In Überzahl erhöhte die TS fünf Minuten vor Ende zuerst auf 26:23. Aufgrund der anhaltenden Abschlussschwäche der HSG, bauten sie die Führung dann bis zur 58. Minute sogar entscheidend auf 28:23 aus. Der engagierte Jakob Hug versuchte zwar noch zu retten, was nicht mehr zu retten war, am 30:27 Endstand für die Göppinger änderte aber auch er nichts mehr.

Am Ende steht die HSG nach einem Spiel auf niedrigem Niveau gegen einen mäßigen Gegner wieder mit leeren Händen da. Der vollgepackte Terminkalender mit drei Spielen in vier Tagen war sicherlich ein Faktor für die schwache Leistung der Gelb-Schwarzen. Zudem wird mit dem Ausfall von Siegels die Liste der Verletzten immer länger. Besonders kritisch stellt sich die personelle Situation im Rückraum dar. Siegels ist nach Balle, Eckardt und Lumpp bereits der vierte Halbspieler der voraussichtlich länger nicht zur Verfügung stehen wird.

Als Tabellenletzter mit 1:9 Punkten müssen im Abstiegskampf jetzt dringend Punkte her. Deshalb muss die Mannschaft das spielfreie Wochenende nutzen, um wieder Kraft zu tanken. Im nächsten Spiel wartet kein geringerer als der Landesligaabsteiger SG Bettringen auf das Team.

TS Göppingen 30:27 HSG Oberkochen/Königsbronn

HSG: Imerese, Ehresmann; Frey, Richardon(3), Siegels(5), Hoga(4), Jakob Hug(4), Ludwig(2), Rosca(3), Benjamin Hug(6/2), Engel, Schoen, Schmied, Jäschke

7-Meter:
HSG: 2/2
TS GP: 6/4

2-Minuten-Strafen:
HSG: 3 Schoen(3)
TS GP: 0

Rote Karte:
HSG: Schoen (54. Minute)

Schiedsrichter: Terbeck (TPSG Frisch Auf Göppingen / Mäußnest (TSV Heiningen 1892)

Zuschauer: 75

Patrick Richardon

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