Dem Meister klar unterlegen

Nachdem sich die HSG zuletzt gefangen hatte und in den letzten Partien deutlich besser präsentierte, musste sie im letzten Spiel der Saison noch einmal eine klare Niederlage hinnehmen. Dazu reiste sie extra nach Göppingen, um in der EWS-Arena dem Meister Paroli zu bieten. Erster gegen Letzter – eigentlich eine klare Geschichte, allerdings konnte die HSG ausgerechnet gegen Frisch Auf ihre einzigen Punkte der Hinrunde einfahren. So betrachtet ging die HSG doch nicht als so krasser Außenseiter in die Begegnung wie es das Papier vermuten lassen sollte. Allerdings benötigten die Gastgeberinnen noch einen Sieg, um die Meisterschaft fest zu machen und nicht auf einen Ausrutscher vom Tabellenzweiten aus Giengen warten zu müssen. Da deren zweite Mannschaft am Wochenende spielfrei war, war daher schon zu vermuten, dass einige Oberliga-Spielerinnen eingesetzt werden würden. Und richtig – die HSG spielte an diesem Tag eher gegen die zweite als gegen die dritte Mannschaft. Der deutliche Klassenunterschied war ganz klar zu merken. Die Gäste waren in allen Belangen unterlegen. Lediglich die erste Viertelstunde konnten sie mithalten. So stand es nach 17 Minuten erst 11:8, so richtig Hoffnung machte sich im Lager der HSG aber niemand. Dazu produzierten die Spielerinnen durch die Bank weg zu viele technische Fehler, auch ohne Zutun der Gegner. Aus dem 11:8 wurde ein 18:9 zur Halbzeit und die Vorentscheidung war eigentlich schon gefallen. Die Gäste wollten es nun nur noch hinter sich bringen. Sie fanden kaum noch den Weg zum Tor, taten sich immer schwerer mit dem verharzten Ball und bekamen in der Abwehr keinen Zugriff mehr gegen die dynamischen Gastgeberinnen. Den optischen Höhepunkt setzte auf jeden Fall Maren Rentschler, die den Ball in der letzten Sekunde aus 14 Metern direkt unter die Latte setzte und mit dem 21. Treffer für die HSG die Saison beschloss.

Der Sieg für die Göppingerinnen ging auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Wären die Gegnerinnen mit einer Bezirksliga-Mannschaft angetreten, hätte es sicherlich anders ausgehen können. Da in dieser Saison durch eine Reihe glücklicher Umstände niemand aus der Liga absteigen wird, tut der HSG die Niederlage allerdings nicht weh. Momentan ist sie auf dem letzten Platz der Tabelle, sollte die HG Aalen/Wasseralfingen ihr letztes Spiel verlieren, würde die HSG auf Grund des direkten Vergleichs noch auf den vorletzten Tabellenplatz vorrücken. Das wäre sicherlich versöhnlicher, allerdings für alles Weitere völlig irrelevant.

Leider müssen sich die Spielerinnen der HSG mit diesem Spiel auch vom langjährigen Trainer Manuel Ilg verabschieden. Dieser wird aus persönlichen Gründen erst einmal nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Mannschaft bedankt sich für die letzten Jahre und wünscht ihm alles Gute!

Es spielten: Sarah Geringer; Takuhi Sardarjan (7), Rebecca Schneider (2), Ann-Kathrin Stitz (2), Jeanette Leister (2/1), Julia Engel (2), Lisa Mack, Nane Kommer, Maren Rentschler (1), Larissa Weiß (1), Verena Eckardt, Karen Huep (4/2)

 

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