HSG gelingt die Überraschung

Völlig überraschend hat sich die HSG Oberkochen/Königsbronn ihren dritten Saisonsieg erkämpft. Ausgerechnet auswärts bei der FSG Donzdorf/Geislingen, die nach wie vor um die vorderen Plätze mitkämpft, konnte die HSG punkten. Dabei waren die Damen durch das Fehlen von Crljic, Leister und Stitz vor allem im Rückraum stark dezimiert. Dafür kehrte Larissa Weiß aus dem Ausland zurück und auch Priska Ziller konnte nach eineinhalb Jahren Handball-Abstinenz ein kurzes Comeback auf dem Feld feiern. Beide sorgten vor allem für Stimmung und neue Sicherheit in der Defensive und waren damit maßgeblich am Erfolg beteiligt. Auch die FSG musste auf einige Spielerinnen verzichten, hatte jedoch durch die Auflösung ihrer ersten Mannschaft BWOL-Erfahrung im Gepäck. Der Tabellenletzte ging daher natürlich als Außenseiter in die Partie und präsentierte sich zunächst auch als eben solcher. Die Gastgeberinnen wussten durch schönes Durchstoßen zu überzeugen. Auf diese Weise gelang es ihnen immer wieder, ihre Außenspielerinnen in Szene zu setzen und sie konnten sich schnell mit drei Treffern absetzen. Die HSG wirkte schläfrig, hatte aber immer wieder gute Momente, so dass sie sich nicht ganz abschütteln ließ. Beim 9:5 war der größte Abstand hergestellt. Die HSG kam nun besser in Schwung und Rebecca Schneider sorgte mit ihren Treffern beim 11:11 für den ersten Ausgleich. In der zweiten Hälfte nahm dann die HSG das Ruder in die Hand. Sie konnte sich Tor um Tor absetzen und lag vierzehn Minuten vor Schluss mit 16:22 in Front. Die Gastgeberinnen gaben sich allerdings noch lange nicht geschlagen und kämpften weiter. Vor allem die Verletzung von Weiß brachte die HSG dann aus dem Konzept. Sie verlor hinten die Sicherheit und vorne die Bälle. Mit vier Treffern in Folge kamen die Gastgeberinnen beim 20:22 wieder gefährlich nahe heran. In der 57. Minute war der Vorsprung dann erstmals wieder auf einen Treffer geschmolzen. Eine Minute vor dem Ende stand es 25:26. Die HSG war am Ball und im Gegensatz zu den letzten Jahren gelang es ihr dieses Mal, die Zeit clever herunterzuspielen. Quasi mit dem Schlusspfiff gelang noch der Treffer zum 25:27 und der viel umjubelte Sieg war in trockenen Tüchern.

 Leider hat auch der direkte Konkurrent aus Bargau am Wochenende punkten können, so dass die HSG weiter auf dem letzten Platz verweilt. Am Freitag empfängt sie dann die HG Aalen/Wasseralfingen zum Nachholspiel und am Sonntag die SG Lauterstein/Böhmenkirch/Treffelhausen. Vor allem das Spiel gegen Aalen ist ein vier-Punkte-Spiel im Kampf gegen den Abstieg. Bis dahin sind hoffentlich alle angeschlagenen Spielerinnen wieder einsatzbereit.

 Es spielten: Sarah Geringer; Julia Engel (4), Nane Kommer, Kathrin Simon, Takuhi Sardarjan (3), Rebecca Schneider (6/3), Larissa Weiß (3), Petra Hangleiter, Priska Ziller, Maren Rentschler (1), Lisa Mack, Karen Huep (10/3) 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok