Zum ersten Rundenspiel des neuen Jahres reisten die HSG-Damen zum Nachbarverein der HG Aalen/Wasseralfingen. Das Spiel kurz vor Weihnachten war verlegt worden, daher kam es hier zum ersten Aufeinandertreffen der Saison. Beide Mannschaften kennen sich eigentlich seit Jahren, durch zahlreiche personelle Veränderungen auf beiden Seiten wusste trotzdem niemand genau, was auf ihn zu kam. Auf Grund der Tabellensituation – hier rangiert die HSG weiterhin mit lediglich einem Sieg auf dem letzten Platz – waren die Rollen ganz klar verteilt. Zudem fehlten den Gästen durch Krankheit, Verletzungen, Prüfungen zahlreiche Spielerinnen und der Trainer. Interimscoach Ziller stellte die Mannschaft trotzdem gut ein und so ging sie hochmotiviert in die Begegnung. Spielerisch begegneten sich beide Teams in der Anfangszeit auf Augenhöhe. Während die Rückraumspielerinnen der HG ihr Visier sehr gut eingestellt hatten, ließ die Chancenauswertung der HSG mehr als zu wünschen übrig. Immer wieder erspielte sie sich gute Gelegenheiten, traf aber unzählige Male nur das Gebälk oder schoss die Torhüterin warm. Bis zum 8:6 konnte sie noch den Anschluss halten, dann rächten sich diese Ungenauigkeiten und Aalen zog davon. Mit einem deutlichen Rückstand von 17:9 ging man in die Kabine. Die Abwehr wurde verändert und die A-Jugendliche Tabea Göring brachte neuen Schwung ins Angriffsspiel. Die HG-Offensive kam dadurch ins Stocken, allerdings hatten die Gäste weiterhin große Probleme, den Ball im Tor unterzubringen. Eine Viertelstunde vor Schluss stand es 25:15 und der Keks war eigentlich gegessen. Es spricht für die noch junge Mannschaft der HSG, dass sie trotzdem nicht aufgab und weiterkämpfte. Jetzt wurde der Rückraum treffsicher, die Bälle fanden plötzlich in allen Wurfvarianten den Weg ins gegnerische Gehäuse. Viermal Bogenschütz, fünfmal Huep und dreimal Sardarjan über den Gegenstoß brachten die HSG – leider viel zu spät – zurück ins Spiel. Beim 30:27 war die Uhr abgelaufen. Die Gastgeberinnen gingen als der verdiente Sieger vom Feld. Die Gäste scheiterten wieder einmal an sich selbst und müssen mit der Gewissheit leben, dass hier mehr drin gewesen wäre. Dennoch lässt die Einstellung der letzten Viertelstunde die Hoffnung aufkommen, dass es demnächst noch einmal mit einem Punktgewinn klappt.

Es spielten: 

Julia Hug; Ann-Kathrin Stitz (4/1), Rebecca Schneider (1/1), Takuhi Sardarjan (4), Tabea Göring, Michelle Crljic (1), Alexandra Humme, Mona Bogenschütz (5), Sabrina Jankowitsch (1/1), Verena Eckardt, Karen Huep (11/1)

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