Endlich!

 Fünf Niederlagen aus fünf Spielen lautete die bisherige Bilanz der HSG-Damen, die sich damit völlig verdient am Tabellenende befinden. Es wurde viel nachgedacht, diskutiert und natürlich auch trainiert, und irgendetwas davon scheint Wirkung gezeigt zu haben. Das Auftreten der Mannschaft war zumindest ein anderes als die Wochen zuvor. Dazu kam noch, dass mit Michelle Crljic und Nathalie Rill zwei Spielerinnen aus dem Ausland zurückgekehrt sind und Sabrina Jankowitsch ihre Handballschuhe wieder ausgepackt hat. Hochmotiviert ging die HSG ins Spiel gegen den noch unbekannten Gegner aus Göppingen. Dieser ging von Beginn an sowohl verbal als auch körperlich auf Konfrontationskurs, was für berechtigten Unmut auf Seiten der HSG sorgte. Richtig beirren ließ man sich allerdings nicht. Die Abwehr stand im Gegensatz zu den letzten Partien recht sicher. Lediglich mit einer BWOL-Spielerin, die Göppingen aus der zweiten Mannschaft im Gepäck hatte, hatten die Damen immer wieder Probleme. Auch der Angriff wusste an diesem Tag besser zu gefallen. Die Auslösehandlungen funktionierten, lediglich die Chancenverwertung war wieder einmal ungenügend. Wenn die vielen „Hundertprozentigen“ auch noch ihren Weg ins Netz gefunden hätten, wäre das Spiel womöglich schon früher in trockenen Tüchern gewesen. So wurde aus einem 11:7 in der 18. Minute innerhalb von zehn Minuten plötzlich ein 11:11 und alles war offen. Doch drei Treffer von Leister und einer von Huep stellten mit 16:12 den alten Abstand wieder her.

 In der zweiten Hälfte stellte der Göppinger Trainer auf eine offensive Deckung gegen Stitz und Huep um, was die HSG dazu zwang, ihre Aufstellung zu verändern. Trotzdem konnten immer wieder HSG-Spielerinnen den Weg zum Tor finden und oft nur 7-Meter-würdig gestoppt werden. Beim 16:15 waren die Gäste zum letzten Mal auf Tuchfühlung, dann setzte sich die Heimmannschaft Schritt für Schritt weiter ab und konnte den Vorsprung bis zum Ende halten. Großen Anteil daran hatte vor allem Torhüterin Julia Hug, die vor allem als die Kräfte ihrer Abwehr nachließen, immer wieder parierte. Alleine fünf Siebenmeter konnte sie entschärfen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat die HSG damit die ersten beiden Pluspunkte verbucht und konnte neues Selbstvertrauen gewinnen. Dieses braucht sie, wenn sie am kommenden Wochenende zum Kellerduell nach Bargau reisen muss.

Es spielten: Julia Hug; Sabrina Jankowitsch (1/1), Petra Hangleiter (1), Nane Kommer, Alexandra Humme, Jeanette Leister (3), Ann-Kathrin Stitz (4), Takuhi Sardarjan (1), Mona Bogenschütz (1), Michelle Crljic (1), Nathalie Rill, Lisa Mack, Rebecca Schneider (2), Karen Huep (11/6)

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