Am Ende reichen siebzig Sekunden

Vergangenen Sonntag reisten die Damen der HSG zum wohl weitesten und auch unbeliebtesten Auswärtsspiel der Saison. Unbeliebt deshalb, da in der Forstberghalle der HSG Wangen/Börtlingen absolutes Harzverbot herrscht. Die Partien dort sind daher meistens nicht unbedingt hochklassige. Auch dieses Spiel sollte kein handballerischer Leckerbissen werden. Es startete ausgeglichen, mit leichten Vorteilen auf Seiten der HSG OK. Mitte der ersten Hälfte konnte sie sich durch zwei Treffer von Ziller und einen von Göring erstmals mit drei Toren absetzen. Bis zur Pause schlossen die Gastgeberinnen wieder auf 11:12 auf. In der zweiten Hälfte war zunächst erneut die HSG OK am Zug und konnte wieder drei Treffer vorlegen. Wangen/Börtlingen stellte daraufhin die Abwehr auf eine Manndeckung gegen Huep um. Die Gäste mussten sich erst neu ordnen und taten sich fortan schwer, den direkten Weg Richtung Tor zu finden. Zudem wurden erneut zahlreiche klare Chancen kläglich vergeben, so dass auch nach einer 5-Tore-Führung eine Viertelstunde vor Ende verpasst wurde, den Sack endgültig zuzumachen. Drei Minuten vor dem Ende war beim 20:21 alles wieder offen. Die HSG OK kämpfte und vor allem Göring war in der Abwehr hellwach. So konnte sie einen einfachen Pass der Gastgeberinnen herausfischen. Statt Ballbesitz gab es dann aber eine zweifelhafte Zeitstrafe gegen Schneider. 70 Sekunden vor dem Ende kam sie wieder aufs Feld und konnte gleich mit dem ersten Ballkontakt den umjubelten Treffer zum 20:22 erzielen. Davon wachgerüttelt mobilisierte die HSG OK noch einmal alle Kräfte, ließ in der Abwehr nichts mehr zu und erzielte innerhalb der letzten Minute drei weitere Treffer. Mit 20:25 konnte sie völlig verdient zwei weitere Punkte einfahren, allerdings täuscht das Ergebnis über den engen Verlauf gegen Spielende hinweg. Erneut zeigte die HSG OK eine tolle kämpferische Leistung, die dieses Mal glücklicherweise belohnt wurde. Es gibt allerdings weiterhin viele Baustellen, die angegangen werden müssen. Hierzu bleibt nur eine Trainingseinheit, bevor es kommenden Sonntag bereits zum Rückspiel gegen die Aalener Sportallianz kommt.

Es spielten: Sarah Geringer; Takuhi Sardarjan (1), Mona Newman (1), Joanna Kausch, Nane Kommer (1), Julia Engel, Larissa Weiß, Verena Eckardt, Alexandra Humme, Tabea Göring (6/2), Ann-Kathrin Stitz, Rebecca Schneider (2), Priska Ziller (2), Karen Huep (12/5)

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