Überraschungserfolg gegen den Tabellenersten

Völlig überraschend konnten die HSG-Damen gegen die SG Lauterstein/Treffelhausen/Böhmenkirch einen Sieg einfahren. Dieser war am Ende allerdings teuer erkauft, da sich die einzige Torhüterin der HSG verletzte und vermutlich lange Zeit ausfallen wird. Umso spektakulärer der Erfolg gegen die SG, da ab Mitte der ersten Halbzeit eine Feldspielerin das HSG-Tor hütete.

Ohne sich groß Chancen auszurechnen, reiste die HSG nach Böhmenkirch. Mit 4:6 Punkten stand sie vor der Begegnung im hinteren Mittelfeld, hatte allerdings zuletzt gegen den Tabellenletzten aus Aalen nach einer desolaten Leistung das Nachsehen. Die SG hingegen stand ungeschlagen an der Tabellenspitze und wird sicherlich ein Wort um den Aufstieg mitzureden haben. Sie startete auch erwartet stark und lag bald 2:0 in Führung. Die HSG war in den Anfangsminuten noch zu harmlos in der Defensive. Die Gastgeberinnen hingegen packten ordentlich zu, was der HSG wieder einmal den Schneid abkaufte. Zunächst wurde daher noch nicht so richtig der Weg zum gegnerischen Tor gefunden. Trotz optischer Überlegenheit der SG konnte sie sich nicht wirklich absetzen. Die HSG blieb auf Tuchfühlung und merkte plötzlich, dass hier doch etwas zu holen war. Sie fing an, in der Abwehr zuzupacken, vor allem Weiß und Göring machten hier wieder einmal einen tollen Job. Auch der Angriff kam nun in Fahrt und erzielte über den Rückraum fünf Treffer in Folge. Die Konsequenz war eine enge Deckung gegen Huep. Diese verfehlte allerdings ihre Wirkung. Die übrigen Spielerinnen ließen den Ball schön laufen und es gelang immer wieder die Außenpositionen in Stellung zu bringen, die alle sicher verwandelten. Mitte der ersten Hälfte dann der Schock - bei einer normalen Abwehraktion verletzte sich Geringer vermutlich schwer am Knie. Hiermit fiel die einzige Torhüterin der HSG aus und es musste eine Feldspielerin ins Tor. Eckardt erklärte sich bereit und machte ihre Sache mehr als gut. Die Gäste kämpften nun erst recht, drehten den Spieß um und konnten sich kurz vor der Pause mit vier Treffern absetzen. Die SG netzte mit einem direkten Freiwurf noch zum Halbzeitstand von 15:18 ein. Auch im zweiten Durchgang kämpfte die HSG weiterhin, was den Tabellenprimus zusehends und dessen Publikum hörbar frustrierte. Allerdings lief es im Angriff nun etwas stockender als in der ersten Hälfte. In den ersten zehn Minuten kam sie nur über Schneider zum Torerfolg, die dreimal vom Siebenmeterpunkt und einmal aus dem Feld traf. Erst in der 46. Minute fanden wieder mehr Bälle den Weg Richtung Tor. Dadurch konnten sich die Gäste zwischenzeitlich auf fünf Treffer absetzen, mussten allerdings sieben Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 24:25 hinnehmen. Es wurde also wieder einmal spannend. Sardarjan, Weiß und Huep erhöhten 90 Sekunden vor Schluss auf 26:28. Auch eine Auszeit der SG brachte nun nichts mehr. Die HSG spielte die Zeit clever herunter und konnte sogar noch ein Tor erzielen. Mit 26:29 war die Sensation perfekt. Die HSG brachte damit der SG die ersten Minuspunkte bei und kann auf dieser Leistung für die nächsten Spiele aufbauen. Ein großes Problem stellt allerdings die Verletzung von Geringer dar, sie wird kaum zu ersetzen sein.

Die HSG muss sich nun etwas einfallen lassen, denn die nächste Herausforderung wartet bereits am kommenden Sonntag, wenn die HSG Wangen/Börtlingen in die Herwartsteinhalle kommt.

Es spielten: Sarah Geringer; Takuhi Sardarjan (3), Larissa Weiß (1), Nane Kommer (1), Joanna Kausch, Verena Eckardt, Julia Engel (1), Mona Newman, Tabea Göring (3), Rebecca Schneider (7/3), Mona Höfler, Alexandra Humme, Ann-Kathrin Stitz (2), Karen Huep (11/3)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok