HSG wacht im Derby erst viel zu spät auf

Nach einer schwachen ersten Halbzeit der HSG Oberkochen/Königsbronn, insbesondere in der Abwehr, sahen die Hausherren des Heidenheimer SB lange wie der sichere Sieger aus. Die Aufholjagd der HSG kam zu spät und so entscheidet der Heidenheimer SB das Derby verdient mit 33:29 für sich.

Die Hausherren des HSB waren von Beginn an die bessere Mannschaft. Früh in der Partie setzten sich die Gastgeber mit 4:1 ab. Benjamin Hug und Hoga konnten nochmals auf 4:3 verkürzen, dennoch war Coach Bjelic nach gut zehn Minuten gezwungen die erste Auszeit der Partie zu nehmen. Bjelic stellte die Abwehr von einer 5-1 wieder auf die gewohnte 6-0-Formation um. Die Umstellung zeigte jedoch ebenfalls keine positive Wirkung auf das Deckungsverhalten. Schmied & Co. legten in der ersten Hälfte weiterhin ein naives Zweikampfverhalten an den Tag und ließen die Heidenheimer nach Belieben zu guten Torchancen kommen.

So erhöhte der HSB nach gut einer Viertelstunde bereits auf 12:6. Die Abwehr der Schwarz-Gelben hatte auch in den folgenden Minuten keinerlei Zugriff. Große Abstimmungsprobleme und glücklose Keeper, die gegen die freien Würfe der Heidenheimer meist machtlos waren, sorgten für den Zwischenstand von 19:10 drei Minuten vor der Pause. Rosca und Richardon betrieben noch etwas Schadensbegrenzung, dennoch ging die HSG mit einem deutlichen Rückstand von 20:13 in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich den zahlreich mitgereisten HSG-Fans das gleiche Bild wie bereits im ersten Durchgang. Die HSG spielte sich im Angriff zwar durchaus gute Möglichkeiten heraus und wusste diese auch zu nutzen, ließ jedoch weiterhin in der Abwehr so ziemlich alles vermissen. Deshalb konnten die Schwarz-Gelben den Rückstand zu keinem Zeitpunkt deutlich verkürzen und lagen beim Stand von 30:21 knapp 10 Minuten vor Abpfiff immer noch aussichtslos zurück.

Doch wie aus dem Nichts startete die HSG einen 6:0-Lauf. Begünstigt durch einige gute Paraden von Ehresmann im Tor, kamen Ludwig und Hoga zu einfachen schnellen Treffern über die erste Welle. Rosca versenkte wuchtig auf dem Rückraum und so leuchtete etwa fünf Minuten vor Ende ein 30:27 von der Anzeigetafel auf. Bjelic stellte in dieser Phase zudem die Abwehr auf eine sehr offensive 4-2-Deckung um, mit der die Hausherren gehörige Probleme hatten. Viktor Fres gelang es nach sechs torlosen Minuten wieder für seinen HSB das 31:27 zu erzielen. Der gut aufgelegte Benjamin Hug verkürzte gegen seinen Heimatverein nochmals auf 31:28 knapp vier Minuten vor der Schlusssirene. Die Schwarz-Gelben hatten tatsächlich nochmal die Möglichkeit noch näher heran zu kommen, leisteten sich jedoch einige Ballverluste. Marcel Hug, Benjamins Bruder, und Tim Baur machten mit ihren Treffern zum 33:28 schließlich alle Hoffnungen der HSG zunichte.

Am Ende steht ein verdienter 33:29 Erfolg für den HSB zu buche. Die HSG leistete sich eine katastrophale erste Halbzeit mit sage und schreibe 20 Gegentoren. Erst in den letzten 10 Minuten zeigte die Bjelic-Truppe was sie zu leisten im Stande ist. Der HSB revanchiert sich mit diesem Sieg für die Hinspielniederlage und die HSG rutscht wieder auf den Vorletzten Tabellenplatz ab.

Heidenheimer SB 33:29 HSG Oberkochen/Königsbronn

HSG: Ehresmann, Imerese; Lumpp(2), Richardon(3), Siegels(1), Hoga(4), Rube, Jakob Hug(1), Benjamin Hug(7/3), Ludwig(2), Rosca(8), Engel(1), Schoen, Schmied

7-Meter: HSG: 3/3 HSB: 3/3

2-Minuten-Strafen: HSG: 1 Schmied HSB: 4

Schiedsrichter: Ruoff / Pfitzer (beide TSG Schnaitheim)

Zuschauer: 200

Patrick Richardon

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