HSG unterliegt im Derby

Die HSG Oberkochen/Königsbronn verliert das Derby gegen den Heidenheimer SB vor heimischer Kulisse mit 19:23. HSG-Trainer Stegmaier musste dabei verletzungsbedingt nahezu auf seinen kompletten Rückraum verzichten. Die Stegmaier-Truppe hatte große Probleme im Angriff gegen die starke Abwehr des HSB, die letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg für die Gäste war.

 

Nach den Ausfällen der Rückraumspieler Balle, Eckardt, Siegels und Lumpp, kamen Olly Huep und Christoph Ludwig zu ihrem ersten Saisoneinsatz. Die ersten Minuten der Partie verliefen ausgeglichen. Einträchtig trafen beide Mannschaften bis zum 5:5 nach gut zehn Minuten. Dann konnte sich der HSB erstmals mit zwei Toren absetzen. HSG-Routinier Huep und Grohsler konnten allerdings kurz darauf wieder ausgleichen.

Ab Mitte der ersten Halbzeit geriet dann der Angriff der Schwarz-Gelben ins Stocken. Es fehlten Kreativität und Ideen, um die gut gestaffelte 6-0-Deckung der Heidenheimer zu überwinden. Insbesondere Olly Huep rieb sich ein ums andere Mal an der starken Abwehr auf, ohne zu nennenswerten Chancen zu kommen. Deshalb gelangen Schmied & Co. gerade einmal noch drei Tore bis zur Halbzeit. Einzig der guten Defensive und einem gut aufgelegten HSG-Torhüter Stanke war es zu verdanken, dass sich der Rückstand zur Pause noch in Grenzen hielt (10:12).

Die Schwarz-Gelben stellten dann nach der Halbzeit eine hervorragende Abwehr auf die Platte. Bis zur 43. Minute blieben Schmied & Co. ohne Gegentreffer. Doch die Schwarz-Gelben schlugen kein Kapital aus den vielen Ballgewinnen. Die Stegmaier-Truppe ließ etliche Chancen liegen und leistete sich auch zu viele technischen Fehler. Immer wieder wurde die Aufholjagd auch durch Zeitstrafen erschwert. So erzielte die HSG ihrerseits auch nur zwei Tore in dieser Phase und kam gerade so zum Ausgleich.

Mitte der zweiten Halbzeit hatte sich der HSB im Angriff wieder besser auf die HSG-Deckung eingestellt. Die Schwarz-Gelben standen im Angriff allerdings immer noch vor den gleichen Problemen wie im ersten Durchgang. Die Mannschaft wirkte teilweise planlos und durch die vielen personellen Veränderungen nicht eingespielt. Der HSB nutzte dies, um zehn Minuten vor Schluss erstmals auf drei Tore davonzuziehen. Ex-HSGler Benny Hug markierte den Zwischenstand zum 15:18.

Das Trainerduo Stegmaier/Hoga reagierte mit einer Auszeit. Im Angriff agierte die HSG nun mit zwei Kreisläufern, doch leider ohne Erfolg. Der HSB machte es besser und fand auf der Gegenseite seinen Kreisläufer Valeczky, der mit zwei Treffern auf 16:20 erhöhte. Coach Stegmaier probierte vier Minuten vor Schluss mit einer offenen Manndeckung noch die Wende zu schaffen. Tatsächlich konnte Richardon mit zwei Treffern gut eine Minute vor Schluss nochmal auf 19:21 verkürzen. Kurz darauf kassierte Schmied jedoch die dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte. Der HSB nutzte die daraus resultierende Überzahl, um dann mit zwei Treffern alles klar zu machen.

Am Ende steht eine ärgerliche 19:23 Heimniederlage für die HSG zu buche. Trotz der vielen Ausfälle wäre ein Sieg gegen eine ebenfalls dezimierte Heidenheimer Mannschaft möglich gewesen. Wieder einmal lag das Problem im Angriff, der mit 19 Toren mehr als harmlos war. Die HSG ließ die nötige Kreativität vermissen und kam viel zu selten zu guten Torchancen. Daran sollte sich schnellstmöglich etwas ändern, wenn die Schwarz-Gelben kommendes Wochenende zwei Punkte gegen TS Göppingen entführen möchten.

HSG Oberkochen/Königsbronn 19:23 Heidenheimer SB

HSG: Ehresmann, Stanke; C. Ludwig, Richardon(4), Huep(3), Jäschke, Rube(3), Hug(2), Grohsler(1) Hoga(1), Engel (4/3), Schoen, Schmied(1)

7-Meter: HSG: 4/3 HSB: 3/3

2-Minuten-Strafen: HSG: 7 ( Jäschke, Rube, Hoga ,Engel, Schmied 3) HSB: 4

Schiedsrichter: Bullinger/Narciß (beide SG Hofen/Hüttlingen)

Zuschauer: 300

 

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