Bild: SWP Rudi Penk

Serie im Derby gerissen

Die HSG Oberkochen/Königsbronn verliert, nach fünf Spielen ohne Niederlage, das Derby gegen die TSG Schnaitheim vor heimischer Kulisse mit 20:22. Timo Grohsler feierte dabei seine Rückkehr, nachdem er zwei Jahre bei der TSG Söflingen Oberliga-Erfahrung gesammelt hat. Dennoch fehlten der stark ersatzgeschwächten Stegmaier-Truppe am Ende einer spannenden Partie insbesondere im Rückraum die Alternativen.

Das HSG-Trainerduo Stegmaier/Hoga musste im letzten Spiel des Jahres neben den Langzeitverletzten Eckardt, Hug und Engel, mit Jonas Balle auch noch kurzfristig auf den vierten Rückraumspieler krankheitsbedingt verzichten. Auch für Kai-James Ludwig, der im letzten Spiel sein Comeback feierte, kam das Spiel wohl noch zu früh und er fällt voraussichtlich wieder mehrere Wochen aus.

Nichts desto trotz ging die HSG als Favorit in die Partie. Die Abwehr um Schmied & Co. zeigte sich auch gleich von Beginn an wieder in gewohnt guter Form. Allerdings taten sich die Schwarz-Gelben im Angriff schwer. Nach den ersten zehn Minuten war das Spiel deshalb beim Stand von 3:3 noch ausgeglichen. In der Folge ließ die HSG-Defensive allerdings die letzte Konsequenz vermissen. So konnten sich die Schnaitheiemr erstmals etwas absetzten (4:6). Nach gut einer Viertelstunde reagierte das Trainerduo Stegmaier/Hoga darauf mit der ersten Auszeit der Partie.

Zunächst änderte sich am Spiel der Hausherren jedoch nichts. Die Stegmaier-Truppe hatte im Angriff weiterhin große Probleme anständige Chancen herauszuspielen. Die Schnaitheimer nutzten dies, um sich sogar auf drei Tore abzusetzen. Der mit zehn Treffern beste Schnaitheimer Schütze, Patrick Chaudhari markierte das 7:10. Nach gut zwanzig Minuten fingen sich die Hausherren allmählich wieder. Miese und der wieder einmal stark aufspielende Youngster Hofmann, sorgten mit ihren Treffern für den Ausgleich (10:10). Kurz vor der Halbzeit hatten die Schwarz-Gelben sogar die Chance noch mit einer Führung in die Kabine zu gehen, doch ein Ballverlust bescherte den Schnaitheimern die knappe 10:11 Pausenführung.

Für den zweiten Spielabschnitt hatten sich Schmied & Co. vor allem in der Offensive wesentlich mehr vorgenommen. Dies konnte die Mannschaft jedoch leider nicht in die Tat umsetzen. Die Schwarz-Gelben mussten aufgrund von einigen Zeitstrafen häufig in Unterzahl agieren. Ungeachtet dessen ließen Schmied & Co. die nötige Kreativität im Angriffsspiel vermissen. So legten die Schnaitheimer immer einen oder zwei Treffer vor und die HSG musste sich jedes Mal zum Ausgleich mühen. Der guten Abwehr war es zu verdanken, dass die Schnaitheimer sich nicht schon viel früher vorentscheidend absetzen konnten. Deshalb war nach Grohslers schönem Ausgleich aus dem Rückraum, zehn Minuten vor Ende der Spielausgang noch völlig offen.

Ausgerechnet in dieser Phase lief bei der HSG im Angriff gar nichts mehr. Die Stegmaier-Truppe leistete sich etliche, zum Teil haarsträubende, technische Fehler. Außerdem führten unvorbereitete Abschlüsse nicht zum gewünschten Torerfolg. Deshalb blieben die Hausherren bis zur 58. Minute insgesamt acht Minuten lang ohne Treffer und jede Hoffnung auf den Sieg schien verspielt. Die Schnaitheimer nutzten diese Torflaute nämlich, um sich zweieinhalb Minuten vor Abpfiff bis auf 18:21 abzusetzen. Doch zwei schnelle Tore von Richardon aus dem Rückraum, brachten die Schwarz-Gelben wieder auf 20:21 heran. Dies nötigte den Trainer der TSG 90 Sekunden vor Schluss zur letzten Auszeit der Begegnung. Schmied & Co. gelang es allerdings nochmals den Angriffsbemühungen der Schnaitheiemr standzuhalten. Jetzt hatten die Hausherren bei eigenem Ballbesitz knapp eine Minute vor Schluss tatsächlich noch die Chance einen Punkt zu ergattern. Ein schwaches Kreisanspiel bescherte der TSG die Möglichkeit im Tempogegenstoß alles klar zu machen. Miese konnte Chaudhari beim Konter 20 Sekunden vor Schluss nur noch mit einem Foul stoppen und sah regelkonform die Blaue Karte. Den fälligen Strafwurf verwandelte der Gefoulte selbst zum 20:22-Endstand.

Die HSG ließ insbesondere im Angriff einiges an Kreativität und Durchschlagskraft vermissen. Dennoch war trotz mäßiger Leistung ein Unentschieden möglich. Doch statt einen Punkt mitzunehmen, verliert die HSG beide Punkte und bittererweise auch noch Miese, der nach der Blauen Karte mit einer Sperre rechnen muss. Nach dieser Niederlage gehen Schmied & Co. mit 13:9 Punkten auf dem fünften Platz in das neue Jahr.

 

HSG Oberkochen/Königsbronn 20:22 TSG Schnaitheim

HSG: Ehresmann, Stanke; Lumpp, Beimert, Richardon(5), Siegels(2),Jäschke, Rube(1), Grohsler(3), Schoen, Schmied(2), Miese(3) Hofmann(4)

7-Meter: HSG: 2/1 TSG: 5/5

2-Minuten-Strafen: HSG: 5 (Lumpp, Beimert, Schmied, Grohsler 2) TSG: 2

Blaue Karte: HSG: Miese (60.)

Schiedsrichter: Puhane (TS Göppingen)/Terbeck (TSV Bartenbach)

Zuschauer: 400

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