HSG verschläft Anfangsphase

Hätte es die erste Viertelstunde nicht gegeben, hätten die Zuschauer in der Uhlandhalle in Bettringen eine durchaus ausgeglichene Party zwischen der SG Bettringen und der HSG Oberkochen/Königsbronn gesehen. Da der Konjunktiv aber leider nicht zählt, war nach einer völlig desolaten Anfangsphase das Spiel für die HSG fast schon gelaufen.

Jakob Hug erzielt mit einer schönen Einzelleistung das 0:1 für die Gäste. Leider blieben solche Aktionen in der Folgezeit Mangelware und die HSG verzettelte sich im Angriff immer wieder oder scheiterte mit schwachen Würfen am gegnerischen Torwart. Die Gastgeber wussten dies zu nutzen und spielten die eigenen Angriffe geduldig zu Ende und konnten sich Tor um Tor absetzen.

Bereits in der 7. Minute sah sich Coach Bjelic an alter Wirkungsstätte zur ersten Auszeit gezwungen.Freilich ohne Erfolg, die HSG schaffte es weiterhin nicht den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Nach knapp 15 Minuten lag man bereits vorentscheidend mit 8:1 zurück.

Mit den nun eingewechselten Huep und Rosca, der einen guten Tag erwischt hatte, kam etwas mehr Zug in den Angriff der Gäste. Die beiden Rückraumshooter sorgten dafür, dass der Rückstand wenigstens nicht weiter anwuchs. Mit ein wenig mehr Cleverness hätte man auch mit einem etwas freundlicheren Rückstand in die Pause gehen können, aber die fehlte der Bjelic-Truppe an diesem Tag in den wichtigen Phasen immer wieder. Beim 17:10 für die SGB wurden dann die Seiten gewechselt.

Der HSG gelang es in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs den Rückstand etwas zu verkürzen, Benjamin Hug war dreimal hintereinander zum 19:14 erfolgreich. Aber Bettringen hatte den alten 7-Tore-Vorsprung schnell wieder hergestellt. Beim Stand von 22:15 nach 41 Minuten standen dann erstmals die Unparteiischen iim Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem missglückten Blockversuch von Rube sah dieser direkt rot, eine deutlich zu harte Strafe. Zudem musste Olly Huep vom Feld, nachdem er sich über diese Entscheidung zu heftig beschwert hatte. Da Benjamin Hut aus der vorherigen Abwehraktion noch eine Strafe absitzen musste, standen nur drei HSGler sechs Bettringern gegenüber.

Aber diesen drei gelang es den Ball zu erobern und Hoga war auf der anderen Seite erfolgreich. Auch zu viert gelang der HSG in Person von Rosca zwei Treffer ohne ein Gegentor hinnehmen zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt keimte 14 Minuten vor Schluss und vier Toren Rückstand wieder etwas Hoffnung bei den Gästen auf.

Um die 50. Minute leistete sich die HSG dann aber zu viele technische Fehler, so dass die Gastgeber bis zur 52. Minute wieder auf sieben Tore Vorsprung stellen konnten. Hinzu kam, dass auch Olly Huep in dieser Phase mit rot vom Feld musste.

Angeführt von schönen Treffern von Hoga kämpfte sich die HSG aber erneut heran. Leider vergaben Hoga und Jakob Hug in den letzten Minuten in aussichtsreicher Position ihre Chancen auf drei bzw. zwei Tore zu verkürzen. Knapp zwei Minuten vor Schluss wäre es vielleicht noch einmal eng geworden. So erzielten die Gastgeber die letzten beiden Treffer der Partie und gewannen diese aufgrund der schwachen Anfangsphase der HSG verdient mit 30:25.

Am kommenden Wochenende beim Derby in Schnaitheim muss die HSG schneller ins Spiel finden, dann ist mit einer ähnlichen Leistung wie in Durchgang zwei sicherlich eine Überraschung möglich.

Namen und Zahlen:

HSG: Ehresmann, Schäfer; Rosca 5/2, Richardon, Hoga 5, Rube 1, J. Hug 2, Ludwig, Huep 5, B. Hug 5, Schoen 1, Schmied 1, Miese

Siebenmeter:
HSG 3/2
SGB 4/4

Zeitstrafen:
HSG 6 (Huep 3, B. Hug, Schoen, Schmied)
SGB 4

Rote Karten:
HSG 2 (Rube, Huep)
SGB 1

Schiedsrichter:
Sapper/Paul (TV Steinheim)

Zuschauer:
150

 

Tobias Schramek

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