Spannendes Derby endet ohne Sieger

Die HSG Oberkochen/Königsbronn holt bei der TSG Schnaitheim einen zwischenzeitlichen 5-Tore-Rückstand auf und erkämpft sich ein 26:26 Unentschieden. Nach einer schwächeren ersten Halbzeit, steigerte sich die Hoga-Truppe im zweiten Durchgang deutlich. Am Ende wäre der HSG im letzten Spiel der Hinrunde sogar fast noch der erste Auswärtssieg der Saison geglückt.

Doch zunächst kam die TSG Schnaitheim besser in die Partie. Wie so häufig, war das Spiel der HSG in der Anfangsphase von Fehlern geprägt. Technische Fehler und Fehlwürfe machten es den Schnaitheimern einfach mit drei Toren in Führung zu gehen.

Dann brachte der agile Grohsler mit schönen Aktionen die HSG ins Spiel. Allerdings war vom Rest der Blau-Gelben in der Offensive einfach noch zu wenig zu sehen. Nach einer Viertelstunde hatte der drei Tore Vorsprung für Schnaitheim immer noch Bestand. Deshalb reagierte HSG-Coach Hoga mit der ersten Auszeit der Begegnung und stellte die Abwehrformation um.

Die Maßnahme brachte allerdings nicht die gewünschten Impulse. Schmied & Co. waren weiterhin zu passiv gegen den Schnaitheimer Rückraum. Zeger und Braumann bestraften die Passivität sowie das schlechte Zweikampfverhalten der HSG und erhöhten den Vorsprung bis zur 22. Minute auf fünf Treffer (11:6). In der Folge wurde der HSG-Angriff dann variabler und kam besser ins Rollen. Mit schönen Spielzügen wurde Engel auf Außen und Schmied am Kreis freigespielt. Routinier Tritter sorgte gegen Ende des ersten Durchgangs mit zwei Toren in Folge dafür, dass sich die HSG zur Halbzeit weiterhin in Schlagdistanz befand (14:11).

Im zweiten Durchgang kam dann die HSG wesentlich besser aus der Kabine. Hoga stellte in der Halbzeit nochmal die Abwehr um. Damit kam die TSG zunächst nicht zurecht. Angeführt von Grohsler und Huep, den beiden Besten im blau-gelben Trikot, konnte die HSG so aus einer soliden Defensive Tor um Tor aufholen. Grohsler und Huep besorgten mit vier unbeantworteten Toren in Folge dann bis zur 37. Minute den Ausgleichstreffer (15:15). In der Folge entwickelte sich eine spannende, ausgeglichene Partie. Die HSG ging dann nach einer Dreiviertelstunde erstmals durch Richardon in Führung (18:19).

Das Spiel wogte nun hin und her. Auf Seiten der HSG sorgte der gut aufgelegte Stanke mit einigen schönen Paraden dafür, dass die Schnaitheimer sich nicht wieder absetzen konnten. Auf der Gegenseite schafften es Schmied & Co. aber ebenfalls nicht das Spiel vollends zu drehen. Deshalb war die Begegnung fünf Minuten vor Schluss immer noch völlig offen (23:23). Zunächst brachte Comebacker Rose die TSG wieder in Front. Doch auf der Gegenseite behielt der erfahrene Trittler die Nerven beim Siebenmeter, nachdem Rose Huep gefoult hatte und dafür zusätzlich auch noch eine Zeitstrafe kassierte. In Überzahl hielt die HSG-Deckung den Schnaitheimer Angriffsbemühungen stand und der daraus resultierende Ballgewinn brachte den nächsten Strafwurf ein, den Trittler ebenfalls kaltschnäuzig zur neuerlichen Führung verwandelte (24:25). Aber wieder hatte Schnaitheim durch Braumann die richtige Antwort. Das HSG-Trainerduo Stegmaier/Hoga legte die letzte Auszeit, um den Spielzug für die verbleibenden gut 60 Sekunden nochmal zu besprechen. Der Plan ging auf, Huep bediente Schmied am Kreis und der netzte souverän ein (25:26). Die TSG kam aber somit 45 Sekunden vor Schluss nochmals in Ballbesitz. In diesem Angriff wurde den Hausherren dann ein etwas fragwürdiger Strafwurf zugesprochen. Schmied kassierte zudem für das Foul noch eine Zwei-Minuten-Strafe. Den fälligen 7-Meter verwandelte Paul für die Grün-Weißen und die gut gefüllte Ballspielhalle stand Kopf (26:26). Jetzt blieben der HSG noch etwa 15 Sekunden, um in Unterzahl doch noch zwei Punkte mitzunehmen. Tatsächlich kam Huep nochmals in eine relativ gute Wurfposition, doch Mruk im TSG-Tor war auf dem Posten und parierte den letzten Wurf aus dem Rückraum stark.

Die Mannschaften trennen sich letztendlich mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Die TSG erwischte den besseren Start, allerdings zeigte die Hoga-Truppe eine couragierte Vorstellung und kam mit viel Leidenschaft zurück. Auch wenn es am Ende nicht für den ersten Auswärtssieg der Saison gereicht hat, macht diese Vorstellung Mut für die Rückrunde. Dort möchte die HSG dann die schwache Hinrunde mit nur 7:13 Punkten vergessen machen und schnellstmöglich raus aus dem Tabellenkeller.

TSG Schnaitheim 26:26 HSG Oberkochen/Königsbronn

HSG: Ehresmann, Stanke; Richardon(2), Eckardt, Rube, Hug, Balle, Huep(4), Beimert(1), Engel(2), Schoen, Trittler(7/5), Schmied(4), Grohsler(6)

7-Meter: HSG: 5/5 TSG: 5/4

2-Minuten-Strafen: HSG: 5 (Grohsler, Hug 2, Schmied 2) TSG: 2

Schiedsrichter: Kraft/Kraft (beide Aalener Sportallianz)

Zuschauer: 250

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