HSG gibt Sieg aus der Hand

Die Bezirksliga-Handballer der HSG Oberkochen/Königsbronn mussten am Wochenende auswärts beim TSV Bartenbach eine ärgerliche 25:27 Niederlage hinnehmen. Die HSG war dabei über weite Strecken die bessere Mannschaft, ließ aber am Ende die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen.

Mit großen Personalsorgen reiste das Trainerduo Stegmaier/Hoga nach Göppingen zum TSV Bartenbach. Mit Grohsler, Lumpp und Rube gingen gleich drei Spieler angeschlagen in die Partie. Außerdem musste neben den Langzeitverletzten kurzfristig Hug passen und Schoen fehlte berufsbedingt. Dafür waren mit Rinke und Pössnecker zwei Spieler aus der A-Jugend mit von der Partie.

Die Schwarz-Gelben starteten dennoch gut in die Begegnung gegen den Tabellennachbarn. Grohsler, Engel und Richardon hielten das Spiel zu Beginn ausgeglichen (3:3). Nach knapp zehn Minuten kam auch die Deckung um Kapitän Schmied besser ins Spiel. Dadurch konnten Ludwig vom Kreis und Engel aus dem Rückraum mit ihren Treffern die HSG erstmals mit zwei Toren in Führung bringen (3:5). Doch die Bartenbacher ließen sich nicht abschütteln und kamen nach etwa einer Viertelstunde durch ihren besten Torschützen Florian Lang wieder zum Ausgleich (7:7).

In der Folge agierten die Schwarz-Gelben wieder besser in der Abwehr und ließen über sieben Minuten keinen Gegentreffer zu. Jäschke und Richardon nutzten die Ballgewinne mit zwei schnellen Toren per Gegenstoß. Die Hausherren sahen sich daraufhin zu einer Auszeit gezwungen, doch die HSG machte dort weiter, wo sie aufgehört hatte. Schmied war nach schönem Zuspiel von Richardon, der aufgrund der Ausfälle von Hug und Rube die ungewohnte Mitteposition bekleidete, vom Kreis erfolgreich und erhöhte den Vorsprung auf vier Tore (7:11). In dieser Phase wäre sicherlich eine Vorentscheidung möglich gewesen, doch die HSG leistete sich zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. So pendelte sich bis zur Halbzeit der Vorsprung der HSG bei etwa drei Toren ein. Jetzt zeigten insbesondere die beiden Youngster Pössnecker und Rinke, die sich klasse in das HSG-Spiel einfügten, ihre Qualitäten. Zuerst war Pössnecker mit zwei schönen Treffern aus dem Rückraum erfolgreich und dann stellte Rinke von außen auf 12:15. Beim Stand von 13:16 für die HSG wurden dann die Seiten gewechselt.

Im zweiten Spielabschnitt agierten die Gastgeber mit einer veränderten Deckungsvariante. Damit hatten Schmied & Co. in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs ihre Probleme im Angriffsspiel. Zudem musste die HSG zu Beginn der zweiten Halbzeit zweimal in Unterzahl agieren. Diese Schwächephase nutzten die Bartenbacher um nach 38 Minuten wieder zum Ausgleich zu kommen (17:17). In der Folge nahm sich aber immer wieder der gut aufgelegte Engel ein Herz und brachte die HSG mit seinen Treffern wieder mit 18:20 in Front. Doch die Stegmaier-Truppe tat sich weiterhin schwer gegen die nun wesentlich bessere Abwehr der Bartenbacher und kam nur noch selten zu schnellen Toren. In der HSG-Defensive machte sich nun bemerkbar, dass die Akteure in dieser Konstellation nicht eingespielt waren. Einige Absprachefehler bescherten den Bartenbachern einfache Tore vom Kreis. Dies ermöglichte den Hausherren zehn Minuten vor Schluss erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung zu gehen (22:21).

In den letzten Minuten entwickelte sich dann ein völlig offenes und zum Teil hektisches Spiel. Die Bartenbacher legten mehrmals ein Tor vor, doch zweimal Grohsler und einmal Engel glichen jeweils wieder aus (25:25). Allerdings verpasste es die HSG in diesen Minuten wieder selbst in Führung zu gehen, weil mehrere beste Torchancen liegengelassen wurden. Zuerst vergaben die Schwarz-Gelben zwei Strafwürfe, wenige Angriffe später leisteten sie sich dann im Tempogegenstoß einen Ballverlust. Diese Fehler bestraften die Bartenbacher gnadenlos und machten dann wenige Augenblicke vor Schluss mit dem 27:25 den Sack zu. Den traurigen Schlusspunkt setzte der Bartenbacher Spieler Manuel Paulik, der nach einem vollkommen unnötigen Foul an Engel im Tempogegenstoß noch die Rote Karte sah und damit in den letzten 30 Sekunden noch gut bedient war. Symptomatisch für die Schlussphase vergab die HSG dann noch den fälligen Strafwurf und somit änderte sich am Spielstand von 27:25 nichts mehr.

Am Ende steht für die Stegmaier-Truppe eine ärgerliche Niederlage zu Buche, da die HSG über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft war. Insbesondere in der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft schöne Kombinationen und spielte sich gute Torchancen heraus. In den letzten Minuten fehlte der jungen Truppe dann aber leider die nötige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss um den Sieg einzufahren. Nur neun Tore im zweiten Durchgang waren letztlich einfach zu wenig. Dennoch ist positiv hervorzuheben, dass die jungen Spieler wieder einmal ihr großes Potenzial bewiesen haben. Jetzt gilt es für die HSG den Fokus auf das kommende Wochenende zu richten, an dem gleich zwei schwere Heimspiele anstehen. Zuerst steht am Freitagabend (20:30 Uhr) das Nachholspiel gegen die HG Aalen/Wasseralfingen auf dem Programm, bevor am Sonntag (17:00 Uhr) der TV Treffelhausen zum letzten Heimspiel in der Herwartsteinhalle gastiert.

TSV Bartenbach 27:25 HSG Oberkochen/Königsbronn

HSG: Ehresmann, Stanke; Lumpp, Rinke (2), Richardon(4), Grohsler (5/2), Jäschke(1), Rube, Ludwig(3), Pössnecker (2), Engel(6), Schmied(1),

7-Meter:

HSG. 5/2 TSV: 2/1

Zeitstrafen:

HSG: 3

TSV: 2

Rote Karte: TSV: Paulik (60.)

Schiedsrichter: Heßlinger/Müller (beide HSG Gablenberg-Gaisburg)

Zuschauer: 100

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